Montag, 15. oktober 2007

Wie verbringt man einen Sonntag?
Normalerweise schläft man lange, steht irgendwann auf und dann macht man wenig bis gar nix.
Vielleicht Spaziergehen oder einen Film anschauen (vom Wetter abhängig).
Allerdings von manchen Freunden kann man auch mal dazu gebracht werden um 05:00 Uhr morgens aufzustehen, 2:30 Stunden ins Allgäu zu fahren und dann 09:30 Stunden zu wandern...
So geschehen dieses Wochenende.
Es ging auf den "Widderstein" im Kleinwalsertal.
Am Parkplatz in "Baad", der unsere Ausgangsposition darstellte, kam plötzlich ein Hund auf uns zu.
Da er eine Hundemarke hatte, dachte ich mir nichts dabei und vermutete daß er wohl einem der anderen Wanderer um uns herum gehören würde.
Wir liefen dann los und komischerweise folgte der Hund uns oder rannte vorne draus, allerdings immer in Sichtweite zu uns. Dabei verhielt er sich als ob er uns gehören würde.
Nach 30 Minuten macht man sich halt dann schon Gedanken und ich fragte mich, was wir machen sollten, wenn der Hund uns weiter folgen würde. Da ich noch nie einen Hund besessen und bis auf 2x Gassi gehen auch noch nie Erfahrungen mit Hunden hatte, war ich schon etwas besorgt.
Braucht ein Hund Wasser? Schafft ein Hund einen Gipfel? Wie finde ich das nächste Tierheim?
Nach so ca. 1 Stunde war der Hund plötzlich verschwunden, nachdem wir ihn noch kurz bei der Wandergruppe vor uns gesehen hatte. Ein paar Minuten später kam er uns entgegen und schoß an uns vorbei. Kurz danach sahen wir einen Jäger der uns entgegenkam und dann war uns klar, daß es sein Hund sein mußte.
Ich war erleichtert daß der Hund also nicht herrchenlos war und ich mich um ihn kümmern mußte.
Trotzdem frage ich mich wieso der Hund soweit entfernt von seinem Besitzer gewesen ist. Vielleicht ist er aber auch jedes Wochenende dort und es ist für Hund und Herrchen ganz normal. Wirklich strange.

Nach einem guten Anstieg an den Fuß des Gipfels war schnell klar, daß es mit dem gemütlichen Teil der Wanderung nun zu Ende ist. 500 steile Höhenmeter wollten bezwungen werden um auf den 2530 m hohen Gipfel zu gelangen. Dies gelang dann auch unter Mühen nach ca. 1:30 Stunden. Die Aussicht von oben war grandios und alle Mühen wert.
Wir hatten einigen Respekt vor dem Abstieg, der sich jedoch als leichter als befürchtet herausstellte.
Interessant wie unterschiedlich dieselbe Strecke sein kann, je nachdem in welche Richtung man sich auf ihr fortbewegt. Auch hielten alle Knie und sonstige "Schwachpunkte" und alsbald standen wir vor der "Widdenstein Hütte" um unser wohlverdientes Bier zu genießen. Bei einem "Kaltgetränk" blieb es nicht, so daß wir am Ende 2 "Russen" (Weißbier mit Zitronenlimonade quasi "Radler" aber mit Weißbier)  intus hatten.
Dann ging es an den Abstieg nach "Mittelberg" hinunter. Auf dem Weg kamen wir noch an einer Alpe vorbei, wo ein drittes Bier fällig war. Der Rest des Abstiegs vorbei an einer Klamm war malerisch und nicht zu schwer. Zwar zwickte es hier und da was aber ob der Wanderzeit kein Wunder war. Von Mittelberg ging es dann noch einen Spazierweg zurück nach Baad, wo wir nach 09:23 Stunden wieder am Parkplatz ankamen.

Den Tag ließen wir dann noch in dem Restaurant "Traube" in "Riezlern" ausklingen.
Leider stand danach noch die Heimfahrt an. Es war ein wenig Verkehr aber insgesamt kam ich zügig durch.
Zuhause ging es ab unter die heiße Dusche (jaaaaaaaaaaaaaaaaa) und danach schnell ins Bett. :)

Fazit: Eine weitere gelunge Wanderung an einem tollen Tag. Die Sonne war unglaublich warm (und das Mitte Oktober) und die Tour hatte es echt in sich und ich war stolz sie gemacht zu haben.
Danke an R., ohne den ich sicher nicht an einem Sonntag um 05:00 Uhr aufgestanden wäre.
Auf ein Neues im nächsten Jahr!


So sieht der Gipfel von unten aus:


DSC05845-Kopie-1.JPG





Und so von oben:
 

DSC05886.JPG

von Scorpio veröffentlicht in: Freizeit
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