Brennende Waden aber überglücklich. 30,13 km gelaufen. Soviel wie noch nie vorher in meinem Leben (davor waren 24,3 km das Meiste gewesen).
Eigentlich hatte ich geplant die 30 km am Wochenende anzugehen und gestern Abend nur zum Training die 21,1 km normale Strecke etwas langsamer zu laufen, um mich an die 5:00 min / km zu gewöhnen, in denen ich 30 km angehen wollte. Allerdings war ich so gut drauf, dass ich so ab km 5 überlegt hatte die Strecke doch einfach spontan anzugehen. Gesagt getan und so schlug ich nach km 17 einen Haken links, anstatt wie normal gerade weiterzulaufen. Bis km 26 war alle OK, aber dann fingen die Beine an schwer zu werden. Nach km 29 ging mir dann auch noch die Strecke aus, so dass ich improvisieren musste um auf die 30 zu kommen.
Nach 02:35:05 kam ich schließlich wieder an meinem Auto an (Schnitt 05:09 min / km).
Warum das Ganze?
Es war meine persönliche Bestätigung, dass ich bereit bin größere Aufgaben anzugehen.
Ich war an der Grenze, an der der Körper auf Fettreserven zurückgreifen muß, da die Glykogen-Vorräte (aus Kohlenhydraten gebildet) aufgebraucht sind (Stichwort "Fettstoffwechsel"). Ab dieser Grenze beginnt ein Marathon erst wirklich, da es ganz schnell aus sein kann, wenn der Körper nicht schafft Fett zu verbrennen (Trainingssache) und dann wie ein Auto ohne Sprit "liegenbleibt".
Habe mich heute angemeldet und werde ab nächster Woche in das systematische Training einsteigen.
Hätte mir das jemand letztes Jahr gesagt, hätte ich ihn / sie für verrückt erklärt...
So jedoch befinde ich mich auf einer Reise mit dem Ziel 03:2x:xx am 19.10.2008.
Mal sehen wie das ausgeht und wie so oft gilt: "Der Weg ist das Ziel (ins schöne Bottwartal).
PS: Die Füße sind immer noch schwer, aber zumindest bin ich schon wieder ins Geschäft gewankt und bin guter Dinge am Montag wieder laufen zu können. :)