Da ist man nichts ahnend in der Stadt am Samstag, kämpft sich durch Tausende Menschen und steht im Sportgeschäft vor der weltbewegenden Frage, welche kurze Laufhose man nun kaufen sollte und dann
bekommt man urplötzlich eine SMS, die die gesamte weitere Wochenendplanung durcheinander wirft...

Also kurz Sporthose kaufen, dann zurück zum Lebensmittelladen und fürs Wandern eingekauft.
Die Tour war im Wanderführer mit 5 1/2 Stunden angegeben und wegen dem Umstand, dass im Sommer es abends deutlich länger hell ist als im Spätherbst, mussten wir diesmal nicht schon um 06:00 Uhr
losfahren, sondern erst um 08:00 Uhr. Immer noch früh für Sonntag aber natürlich um Klassen besser. :)
Das Ziel der Wanderung: Der Grünten im Allgäu
Nach 2 Stunden Fahrt + ein bisschen Suchen nach der "Sporthalle" in Burgberg, waren wir dann um 10:30 Uhr bereit zum Abmarsch. Zunächst ging es
ziemlich gemächlich den Berg hinauf, teilweise auch auf einer geteerten Fahrbahn. Dann aber kam eine Weggabelung mit einem Schild zur linken Seite "Nur für Geübte". Also natürlich flugs diesen
Weg gewählt (unserer Meinung nach gemäß Wanderführer) und dann einen richtig kernigen Aufstieg in Serpentinen den Berg hoch. Wow. Das war also die "Einwanderung ins Wanderjahr 2008". Respekt!
:)
Nach ca. 1 Stunde und einem Puls nahe am Treppenrennen kamen wir schließlich am 1. Gipfel an, dem "Burgberger Hörnle".
Dort wurden wir durch eine schöne Fernsicht belohnt:
Unten im Tal: Sonthofen
Nach Konsultation des Wanderführers war klar: Der Aufstieg war nicht Teil der Wanderung, als ein Fehler unsererseits. Oops! :)
Nach kurzer Rast wurden wir durch einsetzenden Regen zum Weitergehen gedrängt und kamen schließlich am "Grüntenhaus" an. Allerdings entschlossen wir uns erst noch den Gipfel zu nehmen, bevor wir in eine Hütte einkehren würden, so dass wir nach ca. weiteren 30 Minuten schließlich am Gipfel ankamen. Dieser war voller Schnee, deswegen stellte sich der Weg zum "Jägerdenkmal" (für die gefallenen Gebirgsjäger beider Weltkriege) als durchaus anspruchsvoll heraus.
Am Denkmal angekommen, machten wir die 2. Pause. Auch diese wurde wieder durch einsetzenden starken Regen verkürzt (Der Wettergott wollte uns wohl keine Pause gönnen).
Der Abstieg auf der anderen Seite ins Tal war teilweise auch eher eine Ski-Piste, als ein Wanderweg
Danach ging es im Matsch weiter, da die eingesetzte Schneeschmelze die Graswege in den letzten Tagen völlig durchweicht hatte. Irgendwann "rutschten" wir dann an der "Unteren Schwand Alpe" vorbei, die seit 1 Woche geöffnet war. Nun hatten wir unser Bier aber ehrlich verdient und nahmen dies "stilvoll" im "Stall" ein, da die Räumlichkeiten für Gäste noch nicht geöffnet waren. Trotzdem schmeckte das Bier köstlich (wie sollte es auch anders sein).
Nach dieser Stärkung ging es weiter. Wir beschlossen wegen den widrigen Umständen (Regen) den optionalen Weg durch die "Starzlachklamm" auszulassen, so dass wir schließlich wieder am Parkplatz, auf dem wir die Autos abgestellt hatten, ankamen. Wir haben etwa 6 Stunden für die Tour gebraucht, wobei allerdings 2x unterstellen wegen Regen inbegriffen ist. Ohne diese "Pausen" hätten wir wohl die Zeit im Wanderführer wieder geschlagen).
Ausklingen ließen wir den Wandertag traditionell im "Mc Donalds" in Sonthofen, bevor wieder 2 Stunden Heimfahrt nach München / Stuttgart anstanden.
Als Fazit läßt sich zusammenfassen, dass es zum Wandern in den Alpen noch etwas früh ist und die meisten Hütten nicht ohne Grund erst Ende Mai aufmachen. Wir werden ein paar Wochen warten, bevor wir den Gipfelsturm 2008 fortsetzen.
Insgesamt ein toller Tag, auch wenn der Regen nicht hätte sein müssen. Eine knackige Tour als "Einwanderung 2008" (vor allem der 1. Aufstieg zum "Burgberger Hörnle") lassen Grosses für die restliche Wandersaison erwarten.
Der Muskelkater in den Tagen darauf hielt sich auch in Grenzen.
Gerne wieder mal. :)